Die Trinkwasserbetriebe IWVA (Intercommunale Waterleidingsmaatschappij van Veurne-Ambacht) und De Watergroep arbeiten gemeinsam an einem groß angelegten Wasserreinigungsprojekt in der Lay's Produktionsniederlassung in Veurne, mit dem 60 % des Wassers wiederverwendet werden können. Der Bau begann im Herbst 2012. Dieses Wasserschutzprojekt wird in erheblichem Maße zum Schutz der Grundwasserreserven in Flandern beitragen.
 

Chipsproduktion und Wasserverbrauch

PepsiCoIn Veurne produziert PepsiCo Chips und Snacks von Lay's, Doritos und Smiths für den europäischen Markt. In den letzten 15 Jahren gelang es der Niederlassung in Veurne, erhebliche Verbesserungen im Bereich des Umweltschutzes zu erreichen. So wurde der Stromverbrauch um 30 %, der Gasverbrauch um 22 % gesenkt. Obwohl auch der Wasserverbrauch pro Kilogramm hergestellten Produkts um 40 % reduziert wurde, werden jährlich noch rund 300.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Im Bestreben, immer umweltfreundlicher zu funktionieren, vereinbarte PepsiCo jetzt mit IWVA und De Watergroep einen Vertrag über eine Wasserfiltrationsanlage, mit der rund 60 % dieses Wassers wiederverwendet werden können. Vorrangig handelt es sich dabei um das Spülwasser, das zum Waschen der Kartoffeln gebraucht wird. PepsiCo Veurne soll auf diese Weise mindestens 180.000 m³ Wasser einsparen, was dem jährlichen Wasserverbrauch von 4.400 Flamen entspricht.
 

Die Anlage

Erstmals arbeiten in Flandern zwei Trinkwasserbetriebe gemeinsam an der Realisierung eines maßgeschneiderten Wasserprojekts. De Watergroep und IWVA übernehmen Bau, Vorfinanzierung und Betrieb der Wasseraufbereitungsanlage. PepsiCo Veurne erhält die Garantie, dass das Wasser den strengsten Anforderungen an die Trinkwasserqualität genügt. Die Anlage wird mit Wasser gespeist, das zuvor die vorhandene Kläranlage von PepsiCo Veurne durchlaufen hat. Die zusätzliche Wasseraufbereitung zur Wiederverwendung besteht aus einer Ultrafiltration und einer einstufigen Umkehrosmose. Bei der Umkehrosmose wird das Wasser durch eine Membran mit winzigen Poren gepumpt. Das Wasser strömt durch die Membran und überschüssige Mineralien werden zurückgehalten. Die Watergroep und IWVA werden Trinkwasser auf der Basis von Wasser liefern, das aus der Kläranlage stammt. Die Lieferkapazität beträgt 215.000 m³/Jahr Prozesswasser in Trinkwasserqualität. Die Gesamthöhe der Investition beläuft sich auf fast eine halbe Million Euro.